Wer wir sind
Das Renner-Institut ist die politische Akademie der Sozialdemokratischen Partei Österreichs. Es ist Forum für politischen Diskurs, Zentrum für Aus- und Weiterbildung und Denkwerkstätte zur Zukunft der Sozialen Demokratie.
Es wurde 1972 auf Initiative von Dr. Bruno Kreisky gegründet und ist mit einer Zentrale in Wien und neun Landesstellen in den Bundesländern vertreten.
Unsere zentralen Tätigkeitsfelder
- Weiterbildung und Personalentwicklung für die SPÖ mit dem Ziel, deren Mandatar:innen, Funktionär:innen und Mitarbeiter:innen optimal für die politische Arbeit zu qualifizieren.
- Koordination der Grundlagenarbeit zur Entwicklung neuer sozialdemokratischer Positionierungen.
- Organisation von öffentlichen Veranstaltungen mit dem Ziel, der politisch interessierten Bevölkerung die Möglichkeit zum Austausch mit der Sozialdemokratie zu geben.
Geschichte
Im September 1972 wurde der Verein Dr.-Karl-Renner-Institut gegründet und von der SPÖ als Träger der politischen Bildungsarbeit nominiert. Basis dafür war das „Bundesgesetz über die Förderung staatsbürgerlicher Bildungsarbeit im Bereich der politischen Parteien sowie der Publizistik“, auf Grundlage dessen alle im österreichischen Nationalrat vertretenen politischen Parteien politische Akademien gründen konnten.
Die primäre Aufgabe des Renner-Instituts sah Kreisky darin, den Lernenden zu ermöglichen, die Vielfalt der Beziehungen zwischen Mensch und Gesellschaft zu erkennen. Dazu gehörten die Grundsätze der politischen Ökonomie ebenso wie die gesellschaftspolitische Rolle der Kultur oder die Funktion der Massenmedien. Es gelte, kritische Staatsbürger zu erziehen, gleichzeitig aber auch das vorhandene Begabungsreservoir auszuschöpfen und vor allem in jungen Menschen die Freude und Lust, politisch zu wirken, zu wecken. Diese Ziele sollen erreicht werden durch Schulungen, Seminare, Enquêten, Fernkurse, Stipendien und Forschungsaufträge, Publikationen, selbständige wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Sozialwissenschaft, internationalen Stipendiaten- und Referentenaustausch sowie internationale Kooperation mit ähnlichen Institutionen. Außerdem sollte die Arbeit des Instituts durch die (1973/1974 schließlich erfolgte) Gründung von Landesstellen in allen Bundesländern auf ganz Österreich ausgedehnt werden.
Benannt wurde die politische Akademie der Sozialdemokratischen Partei Österreichs nach dem Konstrukteur der Republik Österreich, Karl Renner (1870–1950). Kaum eine andere österreichische Politikergestalt prägte dieses Land so sehr wie er. Karl Renner war eine vielschichtige Persönlichkeit mit einem umfangreichen Werk in politischer Praxis und Theorie, in einer für Österreich schweren historischen Phase. Er ist so eng verwoben mit der Geschichte der Republik, mit Licht und Schatten, wie keine andere politische Gestalt. Michael Rosecker zeichnet in dieser Broschüre Renners Leben und Wirken zeitgemäß und detailliert nach.
Bis 1985 nahm Bruno Kreisky selbst die Funktion des Präsidenten des Karl-Renner-Instituts wahr. 1985 übergab er die Nachfolge in dieser Funktion an Fred Sinowatz. Diesem folgte 1986 Franz Vranitzky als Parteivorsitzender und als Kuratoriumspräsident des Instituts nach, bis es 1997 zur Übergabe beider Funktionen an Viktor Klima kam. Viktor Klima übergab im Jahr 2000 die Funktionen des Parteivorsitzenden und Präsidenten des Karl-Renner-Instituts an Alfred Gusenbauer. Im Herbst 2017 wurde die Präsidentschaft des Kuratoriums des Karl-Renner-Instituts vom Parteivorsitzenden Christian Kern übernommen. Unter dem Parteivorsitz von Pamela Rendi-Wagner wurde am 19. Dezember 2018 die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures zur neuen Präsidentin des Karl-Renner-Instituts gewählt.